Qualzucht – Sind Aggressionen zuchtbedingt und Dokumentarfilm „Freund oder Feind“

By 24. Oktober 2016
Wann:
10. November 2018 um 9:30 – 14:00
2018-11-10T09:30:00+01:00
2018-11-10T14:00:00+01:00
Wo:
Hundeakademie Salzburg
Strubergasse 26
5020 Salzburg
Österreich
Preis:
€ 39,--
Kontakt:
Hundeakademie Salzburg
+43 688 / 83 24 636

Datum: Samstag, 10.11.2018
Uhrzeit: 9:30 – 14:00 Uhr
Dozent: Mag. Dr. Anja Geretschläger (FERAGEN)
Ruth Stolzewski (Dokumentarfilm „Freund oder Feind“, Deutschland 2016, 105 Minuten)
Zielgruppe: Hundetrainer, Hundehalter, Dogsitter, Tierarzthelfer, Mitarbeiter von Hundepensionen, Tierheimen, Züchter usw.
Anerkennung als Fortbildung: Messerli Forschungsinstitut:  4 Fortbildungsstunden
ÖKV:  Anerkennung als Fortbildung für ÖKV-Trainer
ICR:  Anerkennung als Fortbildung für Züchter & Zuchtwarte
Veranstaltungsort: Hundeakademie Salzburg, Strubergasse 26, 5020 Salzburg
Seminarpauschale: € 39,–
Anmeldeschluss:  08.11.2018
Max. Teilnehmer:  40
jetzt Buchen

 

Seminarinhalte 

Qualzucht – Sind Aggressionen zuchtbedingt?

Der Domestizierung haben wir es zu verdanken, dass wir heute eine bunte Vielfalt unterschiedlichster Hunderasse haben. Über viele Jahre haben Hunde gelernt, sich an die Lebensbedingungen in der Umgebung des Menschen anzupassen. Die gezielte Zucht und Selektion bestimmter Merkmale ermöglichte es dem Menschen, Hunde als Helfer in verschiedensten Bereichen einzusetzen. Doch nur noch wenige Hunde verrichten heute noch ihre ursprünglichen Tätigkeiten und die Arbeitsleistung rückte im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr in den Hintergrund. Die Schönheit steht bei vielen Rassen im Fokus. Wie wir wissen, liegt Schönheit im Auge des Betrachters und viel passender wäre es von einem Leiden für die Schönheit zu sprechen. Wie sich die Zucht im Laufe der Jahre verändert hat und welche Probleme die Selektion auf bestimmte Formwerte mit sich bringt, soll im Zuge des Vortrages umrissen werden. Qualzucht – eine klare Themenverfehlung der modernen Hundezucht.

Über die Dozentin
Mag. Dr. Anja Geretschläger ist studierte Molekularbiologin und Genetikerin. Sie ist Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin des von Ihr geründeten Genlabors FERAGEN. Zu Ihrem Fachgebiet gehört die Genetik sowie das Zuchtmanagement für Hunde. Sie betreut über ihr Unternehmen unzählige Zuchtverbände aber auch Züchter und Hundehalter bei Fragen zum Thema Genetik, Epigenetik und Zuchtmanagement.

 

Filmvorführung

Freund oder Feind

Dokumentarfilm „Freund oder Feind“, Deutschland 2016, 105 Minuten

Der Film ist ausschließlich mit Crowdfunding (www.startnext.com/freundoderfeind) und privaten Mitteln finanziert worden und ist eine unabhängige Produktion. Am 31.07.2016 fand im Filmforum NRW in Köln die Premiere statt, danach war Ruth Stolzewski mit ihrem Film auf Kino- und Vortragstour in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ab Dezember 2016 ist der Film dann als Video On Demand und auf DVD erschienen.

Die ambivalente Beziehung
Während früher der praktische Nutzen des Hundes überwog steht heutzutage in den Industrienationen vor allem der emotionale Nutzen im Vordergrund. So haben zahlreiche wissenschaftliche Studien bewiesen, dass das Zusammenleben mit Hunden die psychische und körperliche Gesundheit des Menschen und somit seine Lebensqualität entscheidend fördert. Gerade in unserer anonymen Massengesellschaft werden Hunde mittlerweile als Sozialpartner immer wichtiger. So werden viele Hunde als vollwertige Familienmitglieder angesehen und sind durch das Geschäft mit Futtermitteln, Zubehör, die tierärztliche Versorgung etc. zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Doch es gibt zu wenig Gesetze, die den Hund schützen, und zu viele, die ihm schaden. So darf fast uneingeschränkt mit Hunden gezüchtet und gehandelt werden, während immer strengere Hundegesetze in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Freiheit der Vierbeiner und ihrer Halter massiv einschränken. In manchen Schweizer Kantonen dürfen bestimmte angeblich gefährliche Hunderassen, sogenannte Kampfhunde, gar nicht mehr gehalten werden, was zur Folge hat, dass diese massenweise abgegeben, ausgesetzt und eingeschläfert werden. Die Medien schüren diese Hysterie noch, während in der Realität nur sehr wenige Vorfälle passieren, in denen Hunde Menschen ernsthaft verletzen. Der illegale Welpenhandel in Europa boomt. In regelrechten Fabriken vor allem in Osteuropa werden jedes Jahr abertausende von Hunden unter grausamen Bedingungen „produziert“ und im reicheren Mitteleuropa billig verkauft. Aber auch hierzulande gibt es Tierschutzskandale. Viele Rassehunde sind überzüchtet. So können Bulldoggen wegen ihrer völlig deformierten Schnauzen kaum noch atmen und über die Hälfte der Dobermänner stirbt an der Herzkrankheit DCM. Viele Züchter und Vereine vertuschen diese Probleme aber aus Angst vor einem Imageschaden und einem geringeren Welpenabsatz.

Der Hund in der Gegenwart
So ist der Hund im 21. Jahrhundert mehr denn je ein Spielball unserer Emotionen. Er wird aus falsch verstandener Liebe krank gezüchtet und fett gefüttert und hat mittlerweile mit den gleichen Zivilisationskrankheiten wie sein Partner Mensch zu kämpfen. Auf der anderen Seite wird er als Straßenhund erschlagen oder muss ein trauriges Leben mit Maulkorb und Leine fristen, wenn er der falschen Rasse angehört. Es gibt wohl keinen Menschen, der ein neutrales, gleichgültiges Verhältnis zu Hunden hat. Von manchen wird er gehasst und gefürchtet, von anderen wiederum geliebt und als Familienmitglied nach seinem Tod beerdigt und betrauert. Doch all dies hält den Hund nicht davon ab, auch im 21.Jahrhundert an unserer Seite zu bleiben, ging er doch schon die letzten 30.000 Jahre mit dem Menschen durch sämtliche Höhen und Tiefen. Die Frage ob der Hund der beste Freund des Menschen ist muss also umgedreht werden: ist der Mensch der beste Freund des Hundes – oder sein schlimmster Feind?

Zusammenfassung
Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Doch ist der Mensch auch der beste Freund des Hundes? Oder sein schlimmster Feind? Im Dokumentarfilm „Freund oder Feind“ geht es um die ambivalente Beziehung zwischen dem Menschen und seinem ältesten Haustier, dem Hund. Chronologisch wird die Entwicklung dieser einzigartigen Gemeinschaft von der Domestikation bis heute mit packenden Bildern, emotionalen Geschichten und spannenden wissenschaftlichen Erkenntnissen erzählt.

Über die Dozentin
Ruth Stolzewski freie Autorin, Regisseurin und Fotografin, geboren in Regensburg, aufgewachsen in Nürnberg, studierte in München und Berlin, 33 Jahre alt, selbst Hundehalterin von zwei Deutschen Doggen. Mehr Infos: www.ruth-stolzewski.de

Organisatorisches

Hunde:
Hunde sind beim Vortrag willkommen, der Seminarraum ist groß genug, sodass auch unsere Vierbeiner ohne Probleme Platz finden. Da wahrscheinlich einige Hunde beim Vortrag dabei sein werden bitten wir Sie, Ihren Hund nur dann mitzunehmen, wenn die Anwesenheit anderer vierbeiniger Artgenossen kein Problem darstellt.

Parkmöglichkeiten:
Direkt vor Ort

Anreise

Pkw:
Strubergasse 26
5020 Salzburg

Obus:
Linie 4, 24 (Haltestelle Stadtwerk Lehen)
Linie 7 (Haltestelle Strubergasse)
Linie 1, 2, 12, 14 (Haltestelle Gaswerkgasse)

Bahn:
S3 (Haltestelle Mülln oder Aiglhof)

 

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